Physikusse arbeiten an der Nanyang Technological University

I PROJEKT SINGAPUR 2017

Die Globalisierung betrifft große Konzerne, kleine Betriebe und jeden Einzelnen. Fremdsprachenkenntnisse und Auslandserfahrungen werden bei jeder Bewerbung selbstverständlich vorausgesetzt. Das Projekt Singapur vermittelt den Schülern Kompetenzen und Erfahrungen, die sie für ihren Lebensweg in dieser globalisierten Gesellschaft benötigen.


Das Projekt Singapur der Talentförderung Physikusse eröffnet Schülern bereits seit 2014 die außergewöhnliche Chance, nicht nur die Kultur eines anderen Landes, sondern auch aktuelle universitäre Forschung kennenzulernen. Vom 9. bis 27. Juli 2017 besuchten fünf Physikusse mit ihren Mentoren Nina und Ingo Wentz die Institutes of Physical and Mathematical Sciences der Nanyang Technological University in Singapur, an denen Professor Claus-Dieter Ohl Nanoblasen und Nanotropfen erforscht.  Vor drei Jahren haben Physikusse hier komplexes Datenmaterial (3D Daten von Rasterkraftmikroskopen, 2D Daten von Fluoreszenzmikroskopen und Transmissionselektronenmikroskopen) in 3D- Simulationen umgesetzt. Professor Ohl und seine Mitarbeiter haben den Physikussen nicht nur Einblicke in eigene Forschungen geboten, sondern auch viele Kontakte aktiviert, die ihnen Zugang zu weiteren Laboren ermöglicht haben. Unzählige Mitarbeiter erzählten mit leuchtenden Augen von ihren high-end-Forschungen. Das war ein sehr eindrucksvolles Erlebnis. Hanyang Leong vermittelte den Physikussen wichtige


Sehenswürdigkeiten, wie die Haw Par Villa, die Gardens by the Bay, das alte chinesischen Viertel und vieles mehr standen selbstverständlich genauso auf dem Programm wie der obligatorische Blick vom Marina Bay Sands. Auf über 190m stellt sich ein Gefühl ein, als ob einem Singapur zu Füßen liegt.


Der Verbindung von Kunst und Wissenschaften im Artscience Museum ist ganz nach dem Geschmack der Physikusse, die bereits eigene Projekte zu dem Thema entwickelt haben. Das Museum in Singapur ist einerseits lehrreich, aber macht andererseits einfach nur unglaublich viel Spaß. Bunte digitale Welten laden zum stundenlangen Spielen ein. Die Ausstellung „Human“, bei der es um die Optimierungsmöglichkeiten des menschlichen Körpers ging, dagegen war harte Kost.


Ein Lieblingsausflugziel ist der alte chinesische Friedhof Bukit Brown, der von Jahr zu Jahr schrumpft. Es ist immer wieder traurig zu sehen, wie sich – durchaus sinnvolle und notwendige - Infrastrukturmaßnahmen, wie zum Beispiel Autobahnen, regelrecht in unberührte Naturlandschaften hineinfressen. Auch das gehört zu nachhaltig prägenden Eindrücken, die die Schüler noch lange beschäftigen werden.



Projekt Singapur

Projekt splitting droplets (SpliDs)

Ein Kooperationsprojekt der Talentförderung Physikusse mit der Universität Bonn und der Universität Singapur


Kurz vor Abreise nach Singapur besuchten die Physikusse Professor Ulrich Kubitscheck im Institut für Biophysikalische Chemie der Universität Bonn. Die Schüler erhielten hier Einblicke in das wissenschaftliche Arbeiten an sich und den Ablauf universitärer Forschung - von der mühsamen Konstruktion winziger Apparaturen bis hin zur Auswertung komplexer Daten.


Jana Bürgers erklärte auf didaktisch höchstem Niveau die aktuellen Forschungsprojekte des Institutes. Die Abläufe an Zellkernporen werden am Institut bereits seit Jahren erforscht. Hier konnten Physikusse in den letzten Jahren bereits mitarbeiten. Neu sind spannende Forschungen an Maushirnen. Die Physikusse selbst brachten eigene Themen mit. In der Grundlagenforschung zu makroskopischen Tropfen untersuchen sie das Verhalten kugelförmiger Wasser- und Öltropfen beim Auftreffen auf ein Skalpell. Jana Bürgers und Ulrich Kubitscheck konnten viele Fragen technischer Art beantworten und stellten Material, wie spezielle – sehr teure -  Nanopartikel und Flüssigkeiten mit geeigneten Brechungsindizes zur Verfügung. Wir möchten uns für die tolle Unterstützung herzlich bedanken.